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KÜNSTLER

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nach tel. Vereinbarung

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AusstellungGalerie KONTUR Theodor Bley
Vernissage: 5. Mai 2017 19 Uhr
Geöffnet bis 12. Mai 2017

VORSCHAUAktzeichnen in der Galerie

Theodor Bley Vernissage: Fr. 5. Mai 2017, 19 Uhr
Malerei und Grafik

Finissage 12. Mai 2017

Kraftvolle Meditationen
Es gibt die Momente, die jeden Menschen berühren. Die Augenblicke, in denen das Staunen über die Erhabenheit, der Schönheit eines Bergmassivs im Mondlicht, der Landschaft im Nebel und der Menschen in ihrem momentanen Sein, einen tief in der Seeledurchdringen. Um das Wirken der Stille in der Malerei zu erfahren, dieser visuellen Poesie, bedarf es eines Zugangs zur Bildwelt des Malers Theodor Bley, welches kein Durchwandern romantischer, fantastischer Anschauungen braucht. Einfaches, unvoreingenommenes Schauen reicht.

Die innere Notwendigkeit, dieses Erleben in eine Bildsprache zu verwandeln, ist für den Künstler eine Grundvoraussetzung für Bildwerke. Wie Theodor Bley diese Einsicht in seinen Arbeiten manifestiert, überrascht. Im Bild Wetterhorn setzt er die Basis für den Berg tief, erzeugt bildnerischen Raum durch die visuelle Beziehung zwischen Kuh und Mond, steigert diese Diagonale und Raumwirkung, in dem er die Helligkeit des Nebels gegen die Dunkelheit um den Mond in Spannung setzt. Die Basis für den Berg, für das Massiv wird farbig aktiviert durch die Spannung der Farben Rot-Grün. Auf dieser Achse baut er das Wetterhorn auf, der in seiner Schwere erlebbar gestaltet ist. Dabei verwendet er rechts vom Nebel die Senkrechte der Baumgruppe, um durch Dunkelheit und Helligkeit den Raum und das Hinaufragen des Berges in den Himmel erfahrbar zu machen, aufgebaut auf seiner bildhaften Senkrechten. Dies ist ein nicht erschöpfender Hinweis auf den Reichtum der Gestaltung durch Theodor Bley.

In seinen anderen Werken entdeckt man dieselbe Vielschichtigkeit, wie im Bild Alexandra, wo der Maler durch kontrollierten Bildbau und der angewendeten Syntax der Farbe ein Psychogramm der Person herausarbeitet. Der klare Einsatz der bildnerischen Mittel und die visuelle Intelligenz führt zu direkter Ausdruckskraft. Sie ist Ergebnis der Notwendigkeit des Malers, sein Staunen über die Welt in Bilder zu bringen, in denen die Stille wirkt. Und das, diese direkte Ausdruckskraft, ist die Leistung des Malers Theodor Bley!
Robert Trsek